Lohnfertigung Fürth

Was bedeutet Lohnfertigung?

Lohnfertigung beschreibt die Herstellung von Bauteilen oder Baugruppen im Auftrag eines anderen Unternehmens. Der Auftraggeber entwickelt die Konstruktion und definiert die Anforderungen. Der Fertigungsbetrieb übernimmt die Produktion. Dieses Modell gehört seit Jahrzehnten zum industriellen Alltag. Selbst große Unternehmen fertigen längst nicht alle Komponenten selbst. Stattdessen werden bestimmte Arbeiten gezielt an externe Fertigungsbetriebe vergeben. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Manche Unternehmen verfügen nicht über die erforderlichen Maschinen. Andere möchten Kapazitäten freihalten oder Auftragsspitzen abfangen. Häufig spielt auch wirtschaftliche Effizienz eine Rolle. Nicht jede Fertigung lohnt sich im eigenen Haus.

Welche Leistungen umfasst die Lohnfertigung?

Viele Interessenten suchen gezielt nach einem Fertigungsbetrieb, der mehrere Bearbeitungsverfahren beherrscht.

Zu den häufigsten Leistungen gehören:

CNC-Drehen, CNC-Fräsen, Bohren, Gewindeschneiden, Passungsbearbeitung, Fertigung von Einzelteilen, Kleinserienfertigung, Baugruppenmontage sowie die Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe.

Gerade im Maschinenbau entstehen häufig Bauteile, die mehrere Bearbeitungsschritte erfordern. Eine Welle benötigt beispielsweise Drehbearbeitung, Bohrungen, Gewinde und definierte Passungen. Ein Gehäuseteil kann Fräsbearbeitung auf mehreren Seiten verlangen.

Deshalb suchen viele Unternehmen gezielt nach einem Fertigungspartner, der verschiedene Bearbeitungsschritte koordinieren kann.

CNC-Drehen in der Lohnfertigung

Drehteile gehören zu den am häufigsten nachgefragten Bauteilen in der industriellen Auftragsfertigung.

Dazu zählen unter anderem: Wellen, Achsen, Buchsen, Hülsen, Bolzen, Flansche, Gewindebuchsen und Lagerkomponenten.

Beim CNC-Drehen rotiert das Werkstück, während das Werkzeug Material abträgt. Dadurch entstehen präzise Durchmesser und Passungen.

Im Maschinenbau müssen viele Drehteile exakt mit anderen Komponenten zusammenarbeiten. Eine Lagerpassung darf nicht zu groß und nicht zu klein ausfallen. Gewinde müssen maßhaltig sein. Dichtflächen benötigen die geforderte Oberflächenqualität.

Bereits geringe Abweichungen können später zu Montageproblemen führen. Deshalb spielt die Genauigkeit der Fertigung eine zentrale Rolle.

Rundheit, Zylindrizität, Koaxialität und Planlauf sind im Maschinenbau oft genauso kritisch wie das Nennmaß. Eine Welle, die in der Mitte 8 Mikrometer dünner ist als an den Enden, läuft in der Lagerung nicht rund, auch wenn alle Durchmesserwerte innerhalb der Toleranz liegen.

CNC-Fräsen für komplexe Bauteile

Neben Drehteilen gehören Frästeile zu den wichtigsten Komponenten in der Lohnfertigung. Typische Frästeile sind: Maschinengehäuse, Vorrichtungsplatten, Adapter, Montageplatten, Trägerbauteile, Führungselemente, Halterungen und Komponenten für Sondermaschinen. Beim Fräsen bewegt sich das Werkzeug über das Werkstück und erzeugt Bohrungen, Taschen, Konturen und Freiformflächen. Viele moderne Bauteile besitzen mehrere Bearbeitungsseiten. Um Positionierfehler zu vermeiden, werden möglichst viele Bearbeitungsschritte in wenigen Aufspannungen durchgeführt. Das ist besonders wichtig, wenn mehrere Bohrungen, Passungen oder Funktionsflächen exakt zueinander ausgerichtet sein müssen.

Welche Werkstoffe werden bearbeitet?

Die Materialauswahl hängt von der späteren Anwendung des Bauteils ab. Im Maschinenbau kommen häufig Stähle wie C45 oder 42CrMo4 zum Einsatz. Diese Werkstoffe bieten hohe Festigkeiten und eignen sich für mechanisch belastete Komponenten. Edelstahl wird verwendet, wenn Korrosionsbeständigkeit erforderlich ist. Besonders verbreitet sind die Werkstoffe 1.4301 und 1.4571. Aluminium spielt eine wichtige Rolle im Sondermaschinenbau und in der Automatisierungstechnik. Das geringe Gewicht und die gute Bearbeitbarkeit machen das Material für viele Anwendungen interessant. Auch technische Kunststoffe finden ihren Einsatz. Werkstoffe wie POM oder PEEK werden beispielsweise für Führungen, Gleitelemente oder elektrisch isolierende Bauteile verwendet. Die Werkstoffwahl beeinflusst nicht nur die Eigenschaften des fertigen Bauteils, sondern auch die spätere Bearbeitungsstrategie.

Fertigung nach Zeichnung oder CAD-Modell

Ein großer Teil der industriellen Lohnfertigung basiert heute auf digitalen Konstruktionsdaten.

Viele Auftraggeber stellen STEP Dateien, technische Zeichnungen oder komplette CAD-Modelle zur Verfügung. Diese Daten bilden die Grundlage für die Fertigungsplanung.

Anschließend werden die Bearbeitungsprogramme erstellt und auf die Maschinen übertragen.

Der Vorteil liegt auf der Hand. Die Geometrie des Bauteils wird direkt aus den Konstruktionsdaten übernommen. Dadurch sinkt das Risiko von Übertragungsfehlern.

Gleichzeitig lassen sich spätere Wiederholaufträge einfacher produzieren, da die Fertigungsdaten bereits vorliegen.

Einzelteile, Kleinserien und Serien

Lohnfertigung bedeutet nicht automatisch Massenproduktion. Tatsächlich besteht ein großer Teil der Anfragen aus Einzelteilen oder kleinen Losgrößen. Ein Maschinenbauer benötigt möglicherweise nur zwei Ersatzteile für eine bestehende Anlage. Ein Sondermaschinenbauer braucht zehn Gehäuse für ein neues Projekt. Ein Apparatebauer bestellt eine Kleinserie von Flanschen und Anschlussplatten. Erst wenn sich ein Produkt am Markt etabliert hat, entstehen häufig größere Serien. Deshalb ist es für viele Unternehmen wichtig, mit einem Fertigungspartner zusammenzuarbeiten, der sowohl kleine als auch größere Stückzahlen fertigen kann.
Lohnfertigung Fürth Einzelteile

Qualitätssicherung in der Lohnfertigung

Viele spezialisierte Präzisionsdrehereien fertigen erst ab Stückzahl 1.000 aufwärts. Das ist für ihre Anwendungsfälle wirtschaftlich sinnvoll. Wer im Maschinenbau einen Prototyp braucht, ein Ersatzteil für eine Anlage, die seit 2008 läuft, oder eine erste Kleinserie für eine neue Sondermaschine, bekommt dort kein Angebot. Pfeiffer fertigt ausdrücklich auch Einzelteile und Prototypen, und das nicht als Ausnahme. Ein Bauteil ist nur dann verwendbar, wenn es die Anforderungen der Zeichnung erfüllt. Deshalb gehört die Qualitätskontrolle zu den wichtigsten Bestandteilen der Fertigung. Bereits vor Produktionsbeginn werden Zeichnungen und technische Anforderungen geprüft. Während der Bearbeitung erfolgen regelmäßige Maßkontrollen. Nach Abschluss der Fertigung werden die relevanten Merkmale kontrolliert und dokumentiert. Bei komplexen Bauteilen kommt Koordinatenmesstechnik zum Einsatz. Dadurch können auch anspruchsvolle Geometrien präzise überprüft werden. Für viele Unternehmen sind Prüfprotokolle ein wichtiger Bestandteil der Dokumentation. Gerade im Maschinenbau und Apparatebau wird häufig ein Nachweis über die Einhaltung der geforderten Maße verlangt.

Warum Unternehmen aus Fürth auf regionale Fertigungspartner setzen

Fürth gehört zu den bedeutenden Industriestandorten der Metropolregion Nürnberg. Zahlreiche Unternehmen aus Maschinenbau, Automatisierungstechnik, Feinwerktechnik und Apparatebau sind in der Region ansässig. Viele Auftraggeber bevorzugen deshalb einen Fertigungspartner in räumlicher Nähe. Technische Abstimmungen lassen sich einfacher durchführen. Musterteile können kurzfristig besprochen werden. Änderungen an Konstruktionen werden direkt geklärt. Gerade bei komplexen Projekten spart die räumliche Nähe häufig Zeit und Abstimmungsaufwand. Von Zirndorf aus betreut W. Andreas Pfeiffer Kunden in Fürth, Nürnberg, Erlangen, Ansbach und der gesamten Metropolregion.

Häufige Fragen: Lohnfertigung in Fürth

Vom einzelnen Ersatzteil bis zur wiederkehrenden Serie sind unterschiedliche Losgrößen möglich.

Eine technische Zeichnung oder ein CAD Modell sowie Angaben zu Material, Stückzahl und Toleranzen.

Stahl, Edelstahl, Aluminium und technische Kunststoffe gehören zum üblichen Fertigungsspektrum.

Ja. Viele Ersatzteile werden anhand vorhandener Zeichnungen oder Muster reproduziert.

Ja. Je nach Anforderung können Messberichte und Dokumentationen bereitgestellt werden.

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